1 modulares Outdoor-Equipment (auch vong Katastrophen her)

(Für die Leute, die mir nicht auf den einschlägigen social Media Kanälen folgen – ich war draußen und werde nun öfter raus gehen. Eindrücke dazu findet Ihr in meinem Instagram-Account)

Nachdem ich nun erneut am Setup gebastelt habe, ist es nun wirklich modular und für alle Einsatzzwecke nutzbar. Zum einen das Bushcraft / Camp Setup, was auf einen Aufenthalt an einer Stelle ausgerichtet und somit mit einem Basisgewicht von 14,5 kg noch auf Foodtransfer, trotz Gear, ausgelegt ist.

Die andere Option ist die Trailrunner / BugOut Variante, darauf ausgelegt schnell und leicht Kilometer machen zu können. Hier ist ein Basisgewicht von 7,4 kg für meine Begriffe ultraleicht.

Denn in den BIG3 (Zelt, Sleepingpad, Sleepingbag) hat sich etwas getan und tun müssen. Beim ersten Setup habe ich vor allem auf zwei Dinge geachtet: LowBudget (ich hätte ja beim ersten Trip von Echsenmenschen gefressen werden und dementsprechen nun weniger Motivation) und Gewicht.

Worauf ich nicht geachtet habe ist, dass ich kein kleiner, schmaler Ase bin und daher eher auf Komfort (zur eben erwähnten Motivation) achten und dafür das ein oder andere Kilo in Kauf nehmen sollte.

Das somit angeschaffte Zelt hatte nicht nur das Problem, dass ich letztmals 10 Minuten in der Nacht darin eingesperrt war, da die Reißverschlüsse schrott waren, dazu war es darin einfach viel zu eng, ein nächtlicher Krampf und mein Fuß war außerhalb des Zelts, mal eben einen Hoodie überstreifen und meine Hand ist außerhalb des Zelts – das geht so nicht. Also versuche ich es jetzt mal mit dem erwähnten Kilo mehr und dafür Raum für 2 – 3 Personen oder 1 Person und 7 Hunde oder 1 Person und 245 Eichhörnchen.

Außerdem hatte der bereits vorhandene Schlafsack mehrere Probleme:
1. Er war mit 1,6 kg (ohne benötigtem Stuffsack, um das Ding irgendwie klein zu bekommen) sehr schwer
2. Ich bin an den Schultern ca. 55 cm breit, der Schlafsack 60 cm.
3. Das Ding ist für 10° Komfort ausgelegt (gemessen an einer mittelalten Dame mit 1,70m Größe [wenn ich mich nicht irre]) und das ist ein heikles Thema, denn für mich bedeutet das dann wahrscheinlich für -10°, denn wenn ich friere, friert Wasser auch. Somit ist das Ding ständig auf, man liegt auf einem Reisverschluss, was sicher auch nicht so gesund für Luftmatratzen ist und irgendwann ist er eine Decke und ich wache ständig auf, weils irgendwo zieht und nicht zu ändern ist – ARRRRRGH!

Also nun ein neuer, Sommer-/Hüttenschlafsack, mit 80 cm und Kapuze, dafür wesentlich kleineres Packmaß und 700g leicht. Und wenn es wieder so warm, wie in den letzten Jahen wird, werde ich sowieso besser nur im Seiden-Inlay-Liner-Sack und in Wasser getunkt schlafen.

Das Pad und die Elefantenhaut sind geblieben.

Und beim MedicPack zeigt sich schon, wie sehr die Anforderungen variieren, denn in der Bushcraft Variante ist das medizinische (und artverwandtes) Equipment in einem eigenen Quick-Release MolleBag vor dem 60l BackPack und in der Trailrunner Variante liegt nur der medizinisch relevante Inhalt dann in den Taschen des 36l AssaultPack.

Die Änderung der BackPacks bei den Setups ist eine weitere große Änderung. Der 36l AssaultPack ist sowieso mein täglicher Begleiter und hat die Möglichkeit das große Zelt darunter zu befestigen, wodurch ich genug Platz im Pack für Equipment UND Food habe und dadurch Platz spare. Das Tragesystem ist mit dem 60l Tactical Bag aus Schaumstoff und vergleichbar.

Beim Kochen hat sich auch was getan. Zum einen war das zuvor erstandene Kochset größtenteils für die Tonne, doch die Alternative birgt auch Tücken. Wenn man mit JayDog Bezos und dem großen A arbeitet, stößt man im LowBudget Segment unweigerlich auf Ware aus dem asiatischen Raum. Das muss nichts heißen, dort wird auch das meiste HighTech-Zeug der Großen produziert, es ist somit oft der Fall, dass sie gelernt haben und nun selbst anbieten – und dann richtig. Durchdacht, gut verarbeitet, schmaler Preis – gewonnen. Bessport ist eine dieser Marken, die gut abliefert und somit nun auch drei Mal auf meiner Gearlist erscheint. Das letzte Kochset ging in die andere Richtung. Der enthaltene Gaskocher war Schrott, der Gaskartuchenständer passte nicht auf eine genormte Gaskartusche, das mitgelieferte Besteck war aus Metall – nicht so smart bei beschichteten Kochutensilien, und und und, die Töpfe waren cool, auch separat erhältlich, doch der Spaß war mir vergangen.

Von Amazon Basics habe ich dann ein neues Kochset aus eloxiertem Aluminium gefunden, super leicht und super langlebig (angeblich) und ausdrücklich, laut Beizettel, für das Feuer gedacht. Somit stellte sich der erste negative Kommentar schnell als berechtigt heraus: Wenn man die Griffe ausklappt (die überdurchschnittlich schwer sind), fängt die Geschichte leicht an zu kippen auf dem Gaskocher. Somit muss man hier die Griffe anliegend und eingeklappt lassen und mit dem Dreickstuch oder dem Dreickstuch und dem Leatherman greifen oder die anliegenden Griffe als Hitzeschutz hernehmen. Hier habe ich jedoch nicht nur einen Pott mit Deckel, sondern auch eine Pfanne, was sich für Bushcraft Zwecke sicher als interessant herausstellen wird.

Außerdem gibt es nun beim Bushcraft Setup einen Grillrost zum einklappen, 400g Luxus. Und ein Windschutz, der noch nicht kam und noch nicht gewogen werden konnte. Ich hoffe er bringt das Setup nicht über die 15kg Marke, da ich gemerkt habe, dass das letzte Setup zwar schon heavy war, doch noch zu wenig Dosen mit Aufputschmitteln enthielt. Oder zu viel, wenn man die Nacht repassieren lässt. Auf jeden Fall würde ich auch hier noch weiter weighthacken, um mehr aufladen zu können. Hier geht es ja nur darum alles ins Camp zu bekommen, auf der Rückreise ist ja dann alles in mir drin oder liegt im Wald.

Und ich habe letztmals zu wenig Wasser gehabt. Das Camp war zu weit weg davon und man musste sich jedes Mal erst „zivilisieren“, um nicht all zu großes Aufsehen zu erregen. Wobei jemand, der mit einem Kanister aus dem Wald stapft, an Spaziergängern vorbei zu einem Teich stapft, sich von einem Kind, Wasser aus dem Teich entnehmen lässt und mit 2 Litern unter dem Arm zurück in den Wald stapft – sicher ohnehin merkwürdig wirkt.

Doch beim ersten Start wollte ich zivilisationsnah und wildschweinfern sein. Beim nächsten Camp lass ich den Bach am besten durch das Camp murmeln.

Die Gear-Liste ist beim Trailrunner schnell abgefrühstückt. Stirnlampe, Flaschenhalter für den Pack, eine Tasche für Müll, als Wildschweinsack oder als Daypack. Kissen, Sitzkissen und Tech (iPhone, Cam, etc.).

Beim Bushcraft Setup wird das jedoch geringfügig erweitert, um halt den Bush zu becraften. Hier gibt’s einen eigenen MolleBag, was sich als sinnvoll herausgestellt hat, um das Camp aufgeräumt zu halten. Es ist wichtig, dass wenn mal jemand ins Camp stolpert, dass es da nicht zu wild aussieht. Müll aufsammeln, Unbenötigtes verstauen, Benötigtes am Mann tragen.

Die Säge und das Messer von Bahco / Mora aus Schweden waren ein wirklicher und für die Qualität, sehr günstiger, Glücksgriff. Das Zeug liefert einfach ab. Auch die Sachen von Light My Fire kommen aus Schweden – ich glaube die wissen, wie draußen geht.

Die Axt war eine Enttäuschung, natürlich schwer, sehr stumpf und fast auf dem Weg zurück, doch dann hat sich herausgestellt, dass sie so günstig war, dass eine Rücksendung auf eigene Kosten fast einen wirtschaftlichen Totalschaden bedeutet. Somit habe ich mir gedacht, ich brauch sowieso was, womit ich Messer einfach schärfen kann und ich wohne in der Nähe der Klingenstadt überhaupt. Also such ich mir wen, der dem Ding den Grundschliff verpasst und um sie und Messer scharf zu halten, kommt ein Axt- & Messerschärfer von Fiskars mit Führung zum Einsatz. Der muss aber nicht mit.

Die Machete hat jedoch den Job des Spalthammers übernommen (was die Hackjobs anging, als Hammer war die Axt zu gebrauchen). Damit hat man Pfähle schnell spitz bekommen, falls Vampire das Camp überrennen.

Ein Klappspaten ist dazu gekommen, da ich damit die Pfähle vorher etwas eingraben kann, bevor ich die in den Boden treibe, danach kann ich die Erde zurückfüllen, verdichten und kann so dann echte Mauern und keine Zäune bauen. Auch Knoten habe ich eine Menge gelernt – Know your Knots!

Zum Tarp von Amazon Basics mit 3 x 3,65m und in schwerer Ausführung, kam nun noch ein 3x3m Bessport Tarp mit 700g als Backup oder wenn ich wirklich mal 300g Gewicht und nur ein Tarp gebrauchen kann. Wie bei der Axt, wenn die Pfähle stehen, wird die Machete sicher reichen.

Ansonsten ist nun doch ein Feuerstahl und Tinder on a Rope (Fatwood) von Light My Fire hinzugekommen, wobei das nur da ist, damit ich cool aussehe. Macht bloß kein Feuer im Wald. Ihr seid ja Irre!

Auch hier die Stirnlampe, Juteschnur, Paracord, Karabiner und der Rest, der schon im Trailrunner Setup erwähnt wurde.

Somit je nach Einsatzzweck eine Möglichkeit. Auch in ungewünschten Situationen kann ich so schnell ausrückbereit sein, um über eine Zeit hinweg von außerhalb zu operieren.

Um einen Eindruck zu geben, hier wieder die Packlisten von Lighterpack.com:

Trailrunner / BugOut Setup auf Lighterpack.com

Zum Schluß noch YouTube Kanäle, auf denen ich mich derzeit zu dem Thema informiere:

Matthew Posa Adventures

TA Outdoors

Soultrails

Illegal Freedom

Survival Shop Überlebenskunst

Corporals Corner

The Gray Bearded Green Beret

Lebe die Wildnis

Darwin on the Trail

Steve Wallis

 

Dazu sind Fangemeinden ja immer sehr schnelll und auch wenn ich damit nicht gerechnet hätte und mich geehrt fühle, hat ein (mir mehr oder weniger bekannter Fan) eine Seite auf Facebook eingerichtet, die über mögliche Campaktivitäten berichten und Termine ausrufen wird.

Hier die Facebookseite

Freiheit, Idioten und Mr. & Mrs. Corona.

Ich habe immer die Freiheit geliebt und werde nie aufhören die Freiheit zu lieben. Doch das, was ich am 15.03.2019 gelebt habe – war keine Freiheit. Der Kampf um die Freiheit wird niemals enden.

Freiheit wird sein, wenn ich an einem, schönen Morgen genau das, an einem Ort meiner Wahl, in der Kleidung meiner Wahl, unter Schirmherrschaft der Götter meiner Wahl (und in meinem Fall auch meiner Blutlinie), unter Begleitung der Partnerin meiner Wahl, unter Beschallung der Musik meiner Wahl, machen kann, was auch immer ich gerade möchte, ohne auch nur eine Gegenstimme vernehmen zu müssen – das ist Freiheit. Und das jeder andere das auch kann. Alles andere ist Anpassung.

Und das, was die Idioten da fordern, ist keine Freiheit, sondern Unterdrückung. Die wünschen FÜR SICH Freiheit und FÜR ANDERE Unterdrückung.

Problem ist jedoch, dass es wahrscheinlich nicht genug Platz auf Mallorca gibt, um allen hierzulande ihre Freiheit zukommen zu lassen, ohne dass es Tote gibt. Somit ist der Ruf nach Freiheit zur Zeit nur ein Ruf danach, als Vollidiot oder Ignorant verstanden zu werden.

Denn was wir hier machen und was wir in „Demokratie“ so machen und was wir immer machen sollten, ist so viel Freiheit jedem zukommen zu lassen, dass so wenig Menschen wie möglich auf der Suche danach drauf gehen müssen. Wenn man dagegen also generell etwas hat, hat man entweder das zuvor geschilderte Problem noch immer nicht verinnerlicht (ich habe äußerst langsam geschrieben) oder man hat es verinnerlicht und gibt keinen fliegenden Fick, weil man SEINE Freiheit als wichtiger erachtet. Und genau deswegen gibt es Gesetze.

Jahrelang habe ich mich gefragt, wieso ich nicht einfach mit einem Zelt in den Wald stapfen kann, da ein Wildschwein schießen, ein Feuer machen und an Ort und Stelle für meine Freunde ein Festmahl zubereiten? Kurze Antwort? Idioten!

Denn ich würde einfallen, einen geeigneten Platz spotten, diesen vorbereiten, alles ausrichten, die Feuerstelle sichern, genügend Wasser für den Notfall bereit halten, Koch- und Aufenthaltsbereich trennen (wir sind noch immer in einem gottverdammten Wald), Mülltüten bereit halten, Abtransport organisieren, und, und, und.

Das würden Idioten wahrscheinlich nicht tun. Idioten stellen Kühlschränke in den Wald. Idioten muss man mehrfach erklären, wieso man eine Schaufel auf langen Wanderungen dabei hat. Idioten sind der Grund, wieso wir Gesetze brauchen. Verstanden. Traurig. Aber verstanden.

Es ist somit für mich nicht möglich, meine Freiheit auszuleben, weil Idioten mich einschränken. Und das ständig. Das bedeutet somit, dass ich meine Freiheit aufgebe, damit die Welt nicht vollkommen im Dreck versinkt.

Somit bedeutet Freiheit hier für mich im Rahmen meiner Möglichkeiten zu leben, so wenig wie möglich die Freiheit anderer zu beeinträchtigen und immer wieder verinnerlichen müssen, dass etwas womöglich nicht ohne Weiteres möglich ist, weil es Idioten gibt.

Jetzt gerade nehme ich meine Freiheit dazu, mich korrekt zu verhalten. Ich meide unnötige Besuche. Ich versuche meine Arbeit nach drinnen zu verlegen. Ich versuche alles zu tun mich und andere nicht zu infizieren. Ich trage unter Menschen, die nicht in meinem Haushalt leben, eine Maske, wasche meine Hände, wann immer möglich und lasse so viel Alkohol und Chemie darüber laufen, wie nur eben möglich – meine Freiheit und das Recht sind da auf meiner Seite.

Und jetzt kommen wir zum ewigen Problem: Idioten. Es ist nicht nur schlichtweg nicht mehr zu ertragen, auf welch hohem Niveau hier Geheule, Gequengel, Verschwörungen, Hass, Ignoranz und Boshaftigkeit an meinen Nerven zerren.

Das einzige was ich will, ist die Freiheit, das Richtige zu tun. Dass man mir dabei auf den Keks geht, bin ich gewohnt. Ich schränke mich ein und ertrage den Blödsinn. Anders ist es jedoch, wenn man mich deswegen angeht oder umzudrehen versucht– denn das ist eine direkte Einschränkung MEINER Freiheit.

Und ich habe mich sehr oft gefragt – wann kommt der Punkt, an dem ich es nicht mehr weiter ertrage?!

Wann kommt der Punkt, an dem meine Freiheit so sehr durch andere eingeschränkt und selbst durch Recht und Gesetz nicht mehr zu sichern ist. Wann kommt der Punkt, wenn man mich zwingt selbst meine Freiheit abzusichern oder aufzugeben?

An all die Clowns, die gerade um ihre Freiheit und Bürgerrechte und Einschränkungen durch „die da oben“ fürchten:

Ich habe eine gute Nachricht. Ihr dürft raus und ich spreche mit dem DFB, damit die Bundesliga schnell wieder auf macht. Aber, Ihr müsst dafür nur unmaskiert auf Instagram live streamen, wie Ihr:

  • Minimum 2 Stunden Zug fahrt und allen Fremden die Hände schüttelt.
  • Eine Intensivschwester (Hey, wieso eigentlich nicht Intensivbruder?! #Maskulinism) umarmt.
  • Einer Kassiererin dankt.
  • 4 Stunden Bus fahrt (und an allen Stangen leckt).
  • Euch ständig dabei an den Mund fasst.

Zeigt uns allen, wie viel Ihr bereit seid für Eure Freiheit zu geben. Wie weit Ihr gehen, wie wenig Ihr essen, wie viel Ihr geben würdet, um endlich wieder Eure Freiheit zu haben.

Wenn Ihr das nicht tun möchtet, kein Problem, dann bitte ich Euch nur inständig um eins: Hört auf mir auf den Sack zu gehen. Ich bitte Euch. Ich kann das nicht mehr lange.

Zum Schluss möchte ich noch kurz was zu Masken los werden – auch wenn mein anfänglicher Drang schnell möglichst auf Anhieb richtige und wichtige Informationen weiterzugeben mich schnell wieder verließ. Der Verlauf und das Verhalten in der Zeit danach haben gezeigt, dass ich auch ein hübsches Bild hätte malen können, das hätte ebensoviel gebracht.

Trotzdem. Masken können Euch und Ihr andere schützen. Egal welche Art von Maske Ihr habt. Es gibt ein wenig was zu beachten, wenn man wirklich durch so ein Ding geschützt und nicht noch mehr Risiko ausgesetzt werden möchte.

Ihr müsst davon ausgehen, dass das Ding immer an der Vorderseite infiziert ist, denn sonst fasst Ihr rein, zupft dran rum oder ähnliches und wenn Ihr dabei die Vorderseite berührt, dann habt Ihr Mr. oder Mrs. Coronoa halt schon an der Hand. Und dann verteilt Ihr ihn oder sie. Also Finger da weg. Sobald Ihr das Ding auf habt, müsst Ihr davon ausgehen, dass vorne Lava ist, sonst bringt Euch das Ding gar nichts. Wenn Ihr also zum Einkaufen fahrt und davor die Maske aufsetzt und sie danach einfach absetzt und in die Einkaufstüte werft – dann wird das womöglich kein Zott-Sahnejoghurt Traum-Wochenenende für Euch, dann müsst Ihr eher die Kräuterpolizei rufen, oder im Ernstfall, fucking Saitenbacher!

Also wenn Ihr wirklich die Maske bis vor der Heimkehr absetzen möchtet, dann müsst Ihr darauf achten, dass Ihr das Ding von den Kopfriemen oder Ohrriemen aus absetzt, also so weit weg vom Gesichtsbereich wie möglich und Euch trotzdem danach die Hände wascht und/oder desinfiziert. Danach, wenn Ihr nicht Dagobert Duck seid und Euch ständig neue Masken kaufen könnt, packt sie in eine Plastiktüte (zum Glück gibt’s die noch) und macht die Prozedur zu Hause (habe selbst bereits erfahren, dass die Polizei bei „Maske im Auto“ annimmt, dass man Radarfallen austricksen will – wie gesagt, Idioten wollen die derzeitige Sachlage einfach nicht verstehen). Sonst hattet Ihr einfach nur einen fancy Virenfänger. Ich fahre meist zu zwei Einkaufsmöglichkeiten und lasse das Ding einfach auf und wenn zu Hause leg ich sie auf die Fensterbank – weil meine persönliche Verschwörungstheorie ist, dass Sonnenlicht nicht gut für Viren ist. Wie lange der Virus auf Oberflächen (wie der Eurer Maske) zurückbleibt und was die Pros vom Robby-Koch-Institut zu Masken so raten: HIER.

Ich hatte wegen meiner (wahrscheinlich zu frühzeitig getragenen) Maske viele Fragen zu beantworten und mir sehr viele Meinungen anzuhören (danke dafür, interessiert mich brennend) und auch einige echt nette Gespräche – und von sowas ernähre ich mich. Ohne den ein oder anderen, netten Plausch mit maskierten Menschen, die, wie wir alle, nicht wissen was der ganze Scheiß soll, wie lange er dauern wird und wie schnell wieder alles normal ist, aber sich gegenseitig informieren, bestärken, Mut machen und Idioten disziplinieren.

Zurück zum Thema: Natürlich sind Masken auch ein nettes Modeaccessoir und die Instagram-Influencer rasten aus vor „Küsse durch die Maske“ Fotos (Wieso erschießt mich nur keiner?!) aber, wie bei allem ist es eine traurige Maßnahme, die wir auf uns nehmen müssen. Und wir sollten sie gewissenhaft ausführen, weil es sonst Unfug und man nur ein Poser wie Mötley Crüe ist.

Natürlich ist es leicht befremdlich, plötzlich alle maskiert zu sehen, wenn man den Lauf der Zeit langsamer wahrnimmt. Aber im Endeffekt fällt das nur auf unser Thema von vorhin zurück. Ich möchte – und entgegen des Vermummungsverbots, rät es die Bundesregierung mir – eine Maske tragen. Das ist mein Recht, nun zum Teil meine Pflicht UND meine Freiheit.

Wie das auf andere wirkt, schränkt nicht deren Freiheit ein, ist für mich irrelevant und in erster Linie – deren Problem.

Vorher war es anderen egal, wie mehr oder weniger achtsam sie miteinander umgegangen sind, jetzt ist es mir egal, wenn sie rücksichtslos handeln und sie stören sich womöglich an meiner Maske.

Bleibt gesund, bleibt drin, ich liebe Euch.

#STAYHome #STAYSafe durchhalten!

Es ist immer irgendwie gleich, wenn eine neue Situation auf mich trifft. Ich schau sie mir an, dann schau ich in mich rein und dann bewerte ich. Dann kommen die Menschen und manche reagieren wie ich, doch einige, der Großteil in manchen Fällen, geht mit dieser Situation auf eine Art- und Weise um, dass ich wochenlang Zeug zum „mich wundern“, wenn nicht sogar „erschrecken“ habe.

Wo treffen sich alle Tiere irgendwann? An der Wasserstelle. Und unsere Wasserstelle sind derzeit Supermärkte – hier zeichnet sich ein Bild, was das volle Ausmaß des Problems erkennbar macht. Da haben wir die Randgruppe 1 – die direkt in OP-Maskierung und Einmalhandschuhen erscheint und penibel den Abstand einhält, dann die, die versuchen ihren Einkauf im Rahmen des möglichen und so vorfallslos wie möglich zu erledigen und dann die Leute, die das scheinbar alle noch nicht komplett begriffen haben.

Das sind die „nur bis vor die Haustür Denker“. Wie die Mom, aus 9/11 von Michael Moore. Erst komplett Feuer und Flamme für den Einsatz der Söhne im Irak, geile Nummer, Regierung, danke U.S. Army, pipapo. Doch wenn der erste Sohn nicht heimkehrt – wir wurden getäuscht! WAAAAAAARUUUUUUM?! WAAAAAAAAAAARUUUUUUUUUUUUUUM?! Wäre das nicht eingetreten, würde sie heute noch feiern – und sie scheint einfach nicht in der Lage zu sein zu verstehen – dass das immer so geht, doch womöglich nicht immer sie selbst trifft. Männer, die in den Krieg ziehen, gerechtfertigt oder nicht – kehren manchmal nicht Heim. Das war vorher kein Bestandteil ihrer Wahrscheinlichkeitsrechnung.

Nur dummerweise ist es ja nun nicht mal so mittelbar. Wenn heute jemand an Corona wegen der Unachtsamkeit jemand anderes drauf geht – wer will das denn nachhalten?

Somit – eine ziemlich beschissene Situation.

Schauen wir uns die Zahlen an. Wie Harald Lesch in folgendem Video erklärt, haben wir Kapazitäten in den Krankenhäusern bis zu einem gewissen Prozentsatz an Konfliktpatienten unter 40.000 Neuinfizierten pro Tag. Unter diesen Infizierten sterben derzeit nur 0,5 % in Deutschland. Doch das wird sich ändern, wenn wir nicht mehr ausreichend Krankenhausbetten für Konfliktpatienten haben.

Und wo stehen wir derzeit? Derzeit stehen wir bei knapp 4.954 Neuinfizierten pro Tag (Stand 26.03.2020, 9:35, Quelle: www.rki.de). Es ist also abzuwarten, ob wir weitere Einschränkungen zu erwarten haben, wenn die Zahlen sich nicht ändern (was sowieso nur über Zeit passiert) und manche Kandidaten nicht einfach begreifen, dass die Sau, die hier durch das Dorf getrieben wird, kein Virus, sondern Todeszahlen sind.

Somit bleibt nur weiter aushalten.

Wo wir beim nächsten Punkt sind. Gemeinsam aushalten ist das Motto der bereits angekündigten www.getsomewtal.de Seite, um lokalen Geschäften in meinem Umkreis ein wenig Marketingschützenhilfe beim Anlauf des Internetgeschäfts zu geben. Bisher noch recht sparsam bestückt, da einige Unternehmer unter den neuen Regelungen doch noch einmal öffnen durften und andere Shops noch vorher beladen werden müssen. Nichtsdestotrotz bleibt die Seite erst mal online, je nachdem wie sich die Situation entwickelt.

Kommen wir zum Schluss zu Negativbeispielen. Die Länder, die derzeit von, sagen wir mal „Knalltüten“ regiert werden, reagieren etwas anders auf die Krise – gar nicht. Alles nicht so schlimm, geht wieder weg, kein Thema, fällt gar nicht auf – der Dreck, den einen die Bauernfänger zur Zeit halt grad so verkaufen wollen. Wie das so läuft? Nach Bildern von Twitter zu urteilen, fallen da gerade die Menschen genauso um, wie anfangs in Wuhan – mitten auf den Straßen:

Und in den Staaten ist es vielleicht vom Bildmaterial her nicht schlimmer, doch die Situation ist überhaupt nicht gut. Denn gestern sind allein in New York mehr Menschen am Coronavirus gestorben, als in Afghanistan in 2016, 2017, 2018, 2019 und 2020 zusammen (Quelle: MSNBC; Morning Joe). Zum einen senden alle Late Night Talker (Jimmy Kimmel, Jimmy Fallon, Stephen Colbert, John Oliver) wenn überhaupt noch von zu Hause, denn Trump verkackt auf ganzer Linie und scheint nun sogar die Anstrengungen mancher Gouverneure und Bürgermeister zu bekämpfen, indem er Hilfsmittel an die Politiker gibt, die zwar kein Problem haben oder das nicht angehen, aber sonst immer nett zu ihm sind.

Er hat wortwörtlich vor laufenden Kameras gesagt, dass manche Orte ja Hilfe erhalten könnten, aber das ist eine Straße mit zwei Straßenseiten – er will dann auch was. Klingt so jemand, der begriffen hat, dass durch sein richtiges oder falsches Handeln mehr oder weniger Leute ins Gras beißen werden? Was der Idiot alles in dieser Krise für eine Scheiße erzählt hat, hier eine nette Zusammenfassung:

Und somit: #BleibtGesund #STAYHome und #STAYSafe

 

#StayHome #StaySafe

Noch immer kann ich mich nicht dagegen wehren, dass mich die Situation amüsiert. Auch wenn ich mittlerweile rausgefunden habe, dass ich ein Risikoase und ein Problemase bin und mich manche Menschen überdurchschnittlich aufregen – aber ich bin amüsiert. Popcorn in the Air!

Die Situation ist durchaus mit Krieg zu vergleichen. Doch ist unser Gegner nicht ein anderes Land oder Terroristen oder eine andere Religion, sondern wir sind die Beute und der Virus ist die Invasion. So sieht man manche Regierungen (unsere zum Beispiel) genau richtig reagieren – Zahlen im Blick behalten, danach die richtigen Impulse an die Bevölkerung geben, die richtigen Aufträge für lebensnotwendige Produkte ausgeben und hoffen, dass alle mitspielen und den Ernst der Lage verstehen.

Und dann teilt es sich wieder auf, viele folgen dem Aufruf, weil sie auf Anhieb nachvollziehen können, dass das keine Übung oder irgendeine Aktion zur Kappung der persönlichen Freiheit – sondern bloody ernst ist. Die anderen scheinen noch immer nicht die geringste Ahnung zu haben, worum es überhaupt geht. Obwohl man mehrfach gehört hat, worum es geht. Manche verstehen es nicht nur nicht – sie glauben es nicht – und spätestens da hört es für mich auf.

Ich war lange Zeit der Meinung, dass das Internet maßgeblich dafür genutzt werden wird ein Thema besser verstehen zu können. Eben weil man die Möglichkeit hat, nahezu alles näher zu erforschen. Man kann sich verschiedene Berichte zu den unterschiedlichsten Themen ansehen und seine eigene Meinung bilden.

Aber, dass mal ein Sachverhalt entsteht und die Menschen im Netz nach Meldungen suchen um zuerst sagen zu können, dass das so nicht stimmt und sie es besser wissen, weil ein Mann in einem Video auf YouTube das gesagt hat – das wäre mir niemals in den Sinn gekommen. Es geht also gar nicht darum, dass man es besser versteht und man daraufhin bessere Entscheidungen treffen kann. Nein, es scheint darum zu gehen schnell etwas zu finden, worauf man dann sagen kann „Das ist doch Blödsinn.“ – und das, meine Damen und Herren – ist der Inbegriff von Blödsinn.

In meinem Kreis wurden nun vom Ordnungsamt Einlassbestimmungen für Supermärkte erlassen. 1 Kunde kommt raus. 1 Kunde geht rein – fast wie in der Donnerkuppel, doch anders. Nun habe ich das System gestern erstmals erleben dürfen und muss dazu sagen, dass ich Systeme liebe. Wenn etwas entwickelt wird und jemand Zeit und Muße investiert, etwas wie am Schnürchen laufen zu lassen, hasse ich es nicht mehr, als wenn das System beeinträchtigt wird. Never change a running system!

Mir ist es egal an was oder wen man glaubt oder in wessen Körper man mit welchem Geschlecht geboren wurde – wenn es um eine Ausnahmesituation geht und manche nicht begreifen – dann ist mir ziemlich klar was passieren wird. Und das nicht, weil man es gleich wollte – sondern weil es provoziert wurde.

Es ist wie Krieg.

Wie ernst es ist, ist mir gestern aufgefallen, als ich einer Kassiererin für Ihren Einsatz gedankt habe und die ihre Arbeit unterbrechen musste, weil sie in Tränen ausgebrochen ist (was sagte ich zu niemals laufende Systeme unterbrechen – ES TUT MIR LEID! ICH WUSSTE DAS DOCH NICHT! DAS SIND MENSCHEN! ICH KONNTE DOCH NICHT WISSEN, DASS… usw.). Und dann wird es einem klar. Man selbst denkt an sich, seine Familie, Freunde, Kollegen, Umfeld im Ganzen. Aber das sind derzeit die Menschen an der Front. Der Virus ist die Invasion, der sitzt in den Menschen und wo geht sich jeder Mensch sein Essen holen? Die sitzt da 10 Stunden lang, hat bei jedem unachtsamen Husten ohne Hand vor dem Mund, bei jedem Kunden, der meint, er wäre das einzige Arschloch auf diesem Planeten und bei jedem Schnitt in der Hand Angst sich zu infizieren und die haben auch Familie, Freunde, etc. und keine andere Wahl!

Heute entscheidet es sich, ob wir es geschafft haben uns selbst zu schützen und weiter frei rumlaufen dürfen oder ob die Zahlen noch immer darauf hindeuten, dass man alle „zwangsverdonnern“ muss – weil manche auch keinen Grund sehen ihr Kind in den Griff zu bekommen. „Coronapartys“? Hätte ich hier einen Teenie sitzen, der einfach nicht verstehen will, dass „im Park saufen und sich gegenseitig in die Hosen fassen“ vorerst abgesagt ist – dann wäre auch hier der Freiraum bald drastisch eingeschränkt. Und so ergeht es uns bald allen so wie dem Teenager, der einfach nicht hören will.

Ja, das ist alles sehr beängstigend. Aber doch auch amüsant, oder? ODER? Ich hör ja schon auf.

Drin bleiben funktioniert noch semi-gut. Was delfinitiv (NO TYPO) nicht von mir ausgeht. Aber ich nehme das als Ansatz des Schicksals, dass ich mich doch infiziere und in unsäglicher Wut auf den Ton einer Beatmungsmaschine sterben werde. Das find ich nett.

Ein anderes Problem ist, dass viele Geschäfte gerade die Lager für das Ostergeschäft gefüllt hatten und nun schließen mussten und das Lager nicht leer bekommen werden. Für manche wird das womöglich bedeuten, dass sie nie wieder öffnen können, wenn keine Hilfe kommt. Nehmen wir an, wir müssen nun wirklich alle eine Zeit drin bleiben – dann kommt Ostern ja trotzdem. Somit habe ich mir Gedanken gemacht und werde für befreundete Unternehmer, die die Geschäfte dichtmachen mussen, helfen das Geschäft trotzdem am Leben zu erhalten.

Dazu gibt es einen Shop und/oder eine Liste von Links zu Shops der Geschäfte die auf den Onlinehandel umgestellt haben. Aus eigener Kraft, schaffe ich es nur für meine Region zu stemmen, aber ich vielleicht kommen andere Webworker im Land ja dazu es nachzumachen, um so die lokalen Geschäfte zu unterstützen.

Wenn mein Plan aufgeht – werden wir am Mittwoch unter www.getsomewtal.de für den Großraum Wuppertal eröffnen. Ich würde mich sehr freuen, wenn lokal ansässige Leser die Seite teilen, in der Hoffnung so „das kleine Geschäft um die Ecke“ zu erhalten. Wer andere Unternehmer aus dem Raum kennt, die nun auch Existenzängste plagen – sagt Ihnen, dass Sie mir unter unternehmer@getsomewtal.de schreiben sollen.

Kommen wir zurück zu einer möglichen Ausgangssperre. Vor einiger Zeit hatte ich einen größeren Auftrag und saß auch fast tagtäglich im Home Office vorm Rechner. Und zu der Zeit habe ich den Kanal von Matt Posa entdeckt. Der geht mit seinem Hund Monti (manchmal mit mehr zwei- und vierbeinigen Begleitern) in Nordamerika auf tagelange Angel/Kanu/Camping Trips und im Winter schläft er draußen in selbst gebauten Unterschlüpfen (Bushcraft). Wenn man wirklich lange keine Möglichkeit hat wirklich an Natur zu kommen, ist das im heimischen Fernseher zwischendurch laufen zu lassen schon ein guter Eindruck. So ein Morgen am See, mit dem ersten Kaffee vom Feuer nach dem Aufstehen – ist auch als virtueller Begleiter echt nice anzusehen.

Bleibt gesund. Bleibt drin. Bleibt safe (wer noch nie safe war: am Anfang kribbelt’s).

Ich bin dann mal raus (also drin) – Isolation

„Well, that escalated quickly.“

Wie Ron Burgundy sagen würde.

Zumindest weiß ich jetzt, wie sich die Klimagegner fühlen. Wobei ich denke, dass wir alle Klimagegner sind und dass KlimaKopfDurchDieWandGeher sind. Ich find Fahrräder doof. Daran wird sich nichts ändern. Ich find Autos cool. Daran wird sich auch nichts ändern. Doch wenn ich aufhören würde Auto zu fahren, müsste das nicht unbedingt bedeuten, dass ich dann beginne Fahrrad zu fahren – natürlich wäre das eine logische Entscheidung. Doch dann schaltet sich mein Drang nach Freiheit ein und der macht einen Strich durch die Rechnung und sagt: Du hast Beine, es gibt Pferde, es gibt Esel, es gibt Bilgenschweine – wieso solltest Du Dich festlegen, wenn Du auch so Deine Einkäufe nach Hause bekommen könntest?

Wenn man einem KlimaKopfDurchDieWandGeher aber sagt, dass man Fahrräder doof und Autos cool findet, dann hat man verloren.

Nur, weil der KlimaKopfDurchDieWandGeher nicht verstehen will, dass nicht das Automobil, die Stoßstange des Automobils, der Rückspiegel des Automobils oder die Fußmatten des Automobils zum Klimaproblem beitragen, sondern der Motor, die Abgasanlage und das Zeug, was man rein kippt, damit der Motor läuft. Tauscht man das gegen einen Elektromotor – verstehe ich das Problem nicht mehr. Spätestens dann springt in mir der Eindruck wild, dass es gar nicht darum geht, dass alle das Klima retten, sondern nur, dass man gern eher Fahrradfahrer als Freunde hätte oder nur einen Fetisch für Frauen auf Fahrrädern hat oder Irgendeinproblem mit Fahrzeugen auf vier Reifen – denn dann ist das Auto aus der Problematik raus.

Insofern gibt es viele Lösungen und wir alle müssen die besten für uns und diese Welt herausfinden und nicht uns gegenseitig diktieren, wie wir uns fortbewegen sollten.

Was wir jetzt haben, ist zwar auch komplex, doch die Maßnahmen, um einen kolossalen FuckUp zu verhindern, sind überschaubar. In meinem letzten Post hatte ich erwähnt, welche Maßnahmen dazu gehören.

Auch zu mir hat niemand Ende 2019 gesagt: Yo, die Pest kommt zurück! Wer hätte den Shice auch geglaubt? Go Home, you’re drunk!

Doch genau das ist, was hier gerade passiert. Oder zumindest könnte es ein gleicher Abfuck werden. Denn einen entscheidenden Aspekt habe ich in meinem letzten Beitrag vergessen: Auch dem Gesundheitssystem hat keiner Ende 2019 gesagt, dass die Pest zurückkommt. Bedeutet, dass wir nur auf eine gewisse Anzahl an Erkrankungen vorbereitet sind, alles darüber – wird sich selbst überlassen. Und das bedeutet auch, dass wenn ein Impfstoff wirklich, wie in normalen Szenarios der Wissenschaftler angedacht, ein Jahr auf sich warten lassen wird, dass wir ein Jahr lang mit diesen Regeln leben müssen. Dass Geschäfte nicht öffnen können oder nur in einem gewissen Rahmen. Und das Blöde an Geschäften ist, dass die auf machen müssen, damit Leute kommen und Zeug kaufen und wenn keiner kommt, um Zeug zu kaufen, können die nicht mehr lange auf machen. Doch auch hier gibt es einen Lösungsansatz: Das Netz.

Natürlich sind das verflucht beängstigende Zeiten und niemand ist darauf vorbereitet, sonst hätten wir doch schon einen Plan.

Doch wir haben alles am Mann, um das glimpflich und mit nur wenig Einbußen an Lebensqualität zu überstehen. Und sich über die genannten Regeln hinweg setzen – ist nichts davon.

Die Menschen, die das letzte Jahrzehnt damit verbracht haben das Internet doof zu finden, sich an dem guten, soliden Einzelhandel um die Ecke festzuhalten, Zeug zu drucken anstatt online zu stellen, und so weiter – müssen dann schnell schalten – und wenn die schnell schalten – müssen die das dem guten, soliden Einzelhandel und denen, die gern drucken, sagen.

Ich hatte am Montag den ersten Anruf eines Kunden (Grüße an Blumen Boon aus Pulheim), der nun auch online Bestellung, Zahlung per PayPal und Lieferung im Umkreis von Köln anbieten will. DAS war schnell geschaltet und auch schnell in Umsetzung.

Zu meinem großen Glück habe ich einen Arbeitgeber (Dank an die Höffken GmbH aus Wuppertal), der bei meinem nächsten Gedankengang mitspielt und so habe ich mich heute (so weit es möglich ist) selbst isoliert.

Denn, auch wenn ich jemand bin, der die Amis feiert, weil sie einem Irren Druck gemacht haben, der uns den Faschismus brachte und uns daraufhin die Freiheit brachten, auch wenn sie einfach hätten chillen können, so genieße ich die Freiheit freiwillig etwas Richtiges zu tun. Dazu bin ich jemand, der geblitzt wird und direkt davon ausgeht, nun die Fahrerlaubnis entzogen zu bekommen, damit man sich nachher freut, wenn man „nur“ 25,- € zahlen muss. Und somit mag mein Schritt auch übertrieben auf manche wirken, doch wenn es hart auf hart kommt, müssen wir das sowieso alle durch ziehen. Wenn sich manche da einfach nicht behelligen lassen wollen, dann möchte ich deren Risiko mindern, indem ich das mache, was ich sowieso mache: Alleine zu Hause sitzen und Zeug im Internet anstellen.

Ich kann alle Systeme von meinem regulären, externen Büro-Arbeitsplatz von zu Hause bedienen und auch die Rufnummer ist auf ein iPhone neben mir umgeleitet. Somit ist es nur noch in bestimmten Fällen (Ablage, Post, Anlieferungen, etc.) notwendig vor Ort zu sein und dann fahre ich halt zu Zeiten ins Büro, zu denen eben nur Irre wach sind oder es nicht anders geht. Ansonsten kann ich die gleiche Performance bringen, die man von mir gewohnt ist – atemfuckingberaubend. Da ich nebenbei noch eigene Kunden betreue, kann ich das ebenfalls und auch hier. Nur für Hardwareaufgaben vor Ort aufschlagen. Dafür spare ich mir die Fahrtzeiten (und die ein oder andere Dusche) und trage etwas dazu bei, dass die, die einen Aufenthalt im Krankenhaus dringend brauchen, diesen auch bekommen können.

Dabei geht es nicht im Geringsten darum, dass ich besondere Angst verspüre, mich zu infizieren. Meinetwegen ess ich sofort ein schmackhaftes Corona-Meerrettich-Schnittchen und womöglich würde ich das (dummerweise) überleben und es wäre dann sehr unwahrscheinlich, dass ich mich erneut infiziere und könnte wieder „normal“ leben. Doch das Ding ist halt, dass man immer ein Multiplikator ist. Wenn ich das Virus jetzt an mir habe, verspüre ich nicht unvermittelt Krankheitssymptome, lasse mich nicht unvermittelt testen, gehe nicht unvermittelt in Quarantäne, sondern renne womöglich noch gute anderthalb Tage rum und verteile das Virus, bevor sich dann jemand damit infiziert und im Worst-Case übermorgen mit 2Pac dinieren kann.

Daher verstehe ich die Ängste, doch die Reaktion MUSS jetzt diszipliniert sein, um die Infektionsquote so lange klein zu halten, bis ein Impfstoff in ausreichender Menge da ist – davor spielen wir alle russisch Roulette – VOR ALLEM – mit denen, die wir gern haben. Denn es trifft nie die, die es treffen sollte und wenn die dicke Frau singt, fallen meist die Helden.

Und wenn einige nun nicht klein bei geben wollen, dann kommt es halt, wie in Italien oder noch viel schlimmer.

Mich interessiert jetzt vor allem, wie es sich hinsichtlich des Interwebs‘ entwickelt. Denn die Möglichkeiten mit- und untereinander zu kommunizieren, zu Arbeiten, Warenverkehr, Informationsbeschaffung etc. sind genau auf dem technischen Stand, dass es durchaus möglich ist, eine Worst-Case-Zeit so auszuhalten. Oder zumindest angenehmer zu gestalten. Wenn die Menge an Arbeit bei mir gleichbleibend aus den verschiedenen Anstellungen und Unternehmungen ausfallen sollte, werde ich einfach nur weiter arbeiten und der Feuerball hinter dem Fenster verschwindet manchmal. Wenn ich es jedoch schaffen sollte, versuche ich zu bloggen und zu streamen.

Mal schauen, wie sich die Dinge entwickeln.

Gesund bleiben!

Bye.